
Trio Ake: Klara Justine Heil – Violine, Anselm Siebelitz – Cello und Emir Ilgen – Klavier
Nachwuchskonzert mit Studenten der Hochschule für Musik Weimar
Unter dem Titel „Klangbrücken“ schlägt das Trio AKE einen eindrucksvollen musikalischen Bogen vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Drei Klaviertrios von Joseph Haydn, Franz Schubert und Dmitri Schostakowitsch zeigen, wie sich musikalische Ausdrucksformen über Generationen hinweg weiterentwickeln – verbunden durch formale Klarheit, emotionale Tiefe und individuelle Handschrift.
Joseph Haydns Klaviertrio Nr. 44 in E-Dur entstand während seines zweiten London-Aufenthalts und wurde 1797 veröffentlicht. Als eines von drei Trios für die gefeierte Pianistin Therese Jansen Bartolozzi verbindet es elegante Virtuosität mit großer Ausdrucksvielfalt und zeigt Haydn auf der Höhe seiner kompositorischen Meisterschaft.
Mit dem Klaviertrio Nr. 1 in B-Dur eröffnete Franz Schubert 1827 die Reihe seiner späten kammermusikalischen Hauptwerke. Inspiriert von seinem engen Freundeskreis um den Geiger Ignaz Schuppanzigh, den Cellisten Joseph Linke und den Pianisten Carl Maria von Bocklet, entstand ein Werk von lyrischer Weite, innerer Spannung und unverwechselbarer Melodik.
Einen Kontrapunkt setzt das frühe Klaviertrio Nr. 1 c-Moll op. 8 von Dmitri Schostakowitsch, das der Komponist bereits im Alter von 17 Jahren schrieb. Das als „Poème“ bezeichnete Werk lässt bereits die expressive Kraft und Originalität erkennen, mit der Schostakowitsch wenige Jahre später die Musikwelt überraschen sollte.
Das Trio AKE verbindet in diesem Nachwuchskonzert jugendliche Frische mit musikalischer Reife und lädt zu einer spannenden Begegnung zwischen Klassik, Romantik und Moderne ein.