
Capella Jenensis mit Annette Fischer, Claudia Mende, Gertrud Ohse, Daniela Döhler-Schottstädt
Werke von Crusell, Schubert, Hummel
Der Name Bernhard Henrik Crusell ist bis heute vor allem Klarinettistinnen und Klarinettisten ein Begriff – zu Unrecht jedoch bleibt er dem breiten Publikum oft verborgen. 1775 im finnischen Uusikaupunki nahe der schwedischen Grenze geboren, trat Crusell bereits als Zwölfjähriger in einer Militärkapelle auf. Schon wenige Jahre später galt er als einer der bedeutendsten Klarinettenvirtuosen seiner Zeit. Zeitgenössische Rezensionen deutschsprachiger Musikzeitschriften überschlagen sich vor Anerkennung: Crusell wird ausnahmslos gefeiert.
Seine drei Klarinettenkonzerte zählen bis heute zu den herausragendsten – und technisch anspruchsvollsten – Werken der frühen Romantik für dieses Instrument. Ein musikalischer Schatz, der es verdient, neu entdeckt zu werden.
Das Programm stellt Crusells Werk in einen spannenden Dialog mit Kompositionen von Franz Schubert und Johann Nepomuk Hummel und schlägt damit eine Brücke nach Thüringen – einer Region, in der die Kunst des Klarinettenspiels ebenfalls eine reiche Blüte erlebte.
Unter dem Leitmotiv „Tradition entdecken“ bereichert die Capella Jenensis seit Jahren die deutsche Alte-Musik-Szene. Das Ensemble ist regelmäßig bei renommierten Festivals und Konzertreihen zu Gast und überzeugt mit innovativen, hochkarätig besetzten Programmen. Charakteristisch sind nicht nur die sorgfältige und kreative Werkauswahl, sondern auch außergewöhnliche Aufführungsorte und vielfältige Kooperationen mit gesellschaftlichen Akteuren, die jedes Konzert zu einem besonderen Erlebnis machen.
(Foto: Georg Fischer)