Bach and Followers

Datum: 20. September 2024
Uhrzeit: 18:00
Ort: Schloss Tenneberg. Tennebergstr. 1. 99880 Waltershausen

Werke von J. S. Bach, Quantz, Telemann u.a. mit dem Erfurter Barockensemble: Almut Freitag, Blockflöte, Gundula Mantu, Barockvioline, Frank Drechsel, Viola da Gamba und Monica Ripamonti, Cembalo.

Das Erfurter Barockensemble beschäftigt sich seit vielen Jahren damit, die Musik des Barocks auf historischen Instrumenten zu Gehör zu bringen. Den MusikerInnen ist es ein Anliegen und eine Freude sich mit historisch-informierter Aufführungspraxis auseinander zu setzen und sich der virtuosen Kammermusik der bedeutendsten europäischen Komponisten des Barocks zu widmen. Ein besonderes Interesse liegt dabei auf der Musik der Thüringer Residenzen. Dabei ist der Aufbau ihrer Programme von interessanter Dramaturgie.

À LA FRANCAISE

Datum: 25. August 2024
Uhrzeit: 19:30
Ort: Festsaal Schloss Molsdorf, Schloßplatz 6, 99094 Erfurt

Werke von Fauré, Blanc und Farrenc mit dem Trio Magos: Maxi Hennemann, Klarinette, Sebastian Hennemann Cello und Goun Kim, Klavier.

In diesem Programm nimmt Sie das Trio Magos mit auf eine Reise nach Frankreich. Die bisher weitestgehend unentdeckte Komponistin Louise Farrenc hätte dieses Jahr ihren 220. Geburtstag gefeiert. Mit ihrem Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier ist ihr ein wahres kammermusikalisches Juwel gelungen. Zuvor erklingen das beschwingt-spritzige Klarinettentrio ihres Zeitgenossen Adolphe Blanc, das vor allem den Pianisten zu virtuosen Höchstleistungen herausfordert, und das nachdenklich-melancholisch anmutende Trio in d-Moll des Fin-de-Siècle-Komponisten Gabriel Fauré.

RENAISSANCE BIS FRÜHBAROCK

Datum: 11. August 2024
Uhrzeit: 17:00
Ort: Schloss Nimritz, Ortsstraße 1, 07381 Nimritz

Werke von Dowland, Morley, Monteverdi u.a. mit dem Countertenor Thomas Riede und dem Ensemble "Le Concert Allemand" mit Michael Hochreither, Viola da Gamba, Ronald Güldenpfennig, Violone, Erik Warkenthin, Laute

Es erklingt Musik aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die in England und Italien entstand. Dowlands Lieder, veröffentlicht ab 1597, behandeln ganz verschiedene Themen. Musikalisch handelt es sich vorwiegend um Strophenlieder, seltener finden sich auch durchkomponierte Stücke. Die Begleitung ist weitgehend homophon jedoch bereichert durch zahlreiche Verzierungen. Einige Lieder, etwa das berühmte Flow My Tears oder Oh, sweet woods, enthalten aber auch polyphon durchkomponierte Passagen. Ein Teil der Lautenlieder Dowlands beruht auf seinerzeit gängigen Tanzformen. Thomas Morley gehört zu den populärsten englischen Komponisten seiner Zeit. Neben dem heiteren und ansprechenden Charakter seiner Stücke hatte besonders sein Eintreten für die in England schnell an Bedeutung gewinnende italienische Musik maßgeblichen Anteil an seinem Erfolg. Die große Verbreitung von Morleys Werken im Druck spiegelt seine heutige Bedeutung wider, so sind zum Beispiel die Stücke April is in my mistress’ face aus dem Jahr 1594 und Now is the month of maying aus dem Jahr 1595 noch heute zwei der bekanntesten englischen Madrigale. Das Werk von Monteverdi markiert die Wende der Musik von der Renaissance zum Frühbarock. Daneben gilt Monteverdi als bekanntester Pionier und Wegbereiter der frühen Oper  und setzte vor allem mit L´Orfeo neue Akzente. Letztere gilt in einigen Quellen gar als erste Oper überhaupt. Das Ensemble „Le Concert Allemand“ wird mit historischen Instrumenten zu hören sein.

GYPSY SWING

Datum: 3. August 2024
Uhrzeit: 17:00
Ort: Schlosshof oder Festsaal Johanniterburg, Schlossstraße 17, D-98547 Kühndorf

Gypsy-Swing aus Paris, vlnr: Sven Jungbeck Rhythmusgitarre, Costel Nitescu Violine, Joscho Stephan, Sologitarre, Volker Kamp, Bass.

Die Anfänge des Gypsy Jazz liegen im Paris der 1920er Jahre, als vor allem Musiker der Sinti und Roma anfingen, international bekannte Melodien in Swingartikulation zu spielen und darüber zu improvisieren. Das bekannteste Ensemble wurde das Quintette du Hot Club de France mit dem Gitarristen Django Reinhardt und Geiger Stéphane Grapelli, in dessen Tradition auch die Musiker um Joscho Stephan und Costel Nitescu stehen. Dabei haben sie inzwischen das Repertoire über die Klassiker erheblich ausgeweitet. 2006 lernten sie sich mit ihren Ensembles auf dem Musikfestival Patrimonio auf Korsika kennen, konzertierten zusammen in vielen Städten Europas und veröffentlichten Videos. Ihre 2019 produzierte gemeinsame CD „Four of a Kind“ wurde ein großer Erfolg.

ALBERTO TRAVAGLI QUARTETT

Datum: 28. Juli 2024
Uhrzeit: 17:00
Ort: Schlosspark Thangelstedt, Dorfstraße 1C, 99444 Blankenhain

Improvisationen über Jazz-Standards von John Coltrane, Ornette Coleman, Duke Ellington, Charles Mingus, Miles Davis u.a. Thomas Uhlmann, Saxophon, Steffen Heinze, Klavier, Alberto Travagli, Kontrabass und Dimitrij Nedelev, Schlagzeug.

Unter dem Motto "Sinopsia" erwartet die Besucher am Sonntag, 28. Juli 2023 um 17 Uhr ein hochkarätig besetztes musikalisches Erlebnis. Alberto Travagli, 1980 in Rovigo (Italien) geboren, studierte Kontrabass und Jazz am Konservatorium Dall’Abaco in Verona und den Musikhochschulen in Stuttgart und Trossingen. Ein postgradualer Lehrgang führte ihn an die Kunstuniversität Graz. Das von ihm gegründete Quartett besteht zudem aus Thomas Uhlmann am Saxophon, Stefen Heinze am Klavier und Dimitrij Nedelev am Schlagzeug. Gemeinsam interpretieren sie klassische Jazz-Stücke auf ihre ganz eigene, frische und moderne Art und Weise. Ihr Spiel ist geprägt von einer persönlichen Konzeption von Improvisation und Zusammenspiel, die in jeder Facette des Swing zum Ausdruck kommt.

PAR-CI, PAR-LA

Datum: 27. Juli 2024
Uhrzeit: 17:00
Ort: Schlosshof Burg Tannroda, Lindenberg 9, 99438 Bad Berka

Musette-Walzer Tangos und Jazzmusik mit dem Ensemble Par-ci, par-là. Cornelia Schönherr, Gesang und Trompete, Thomas Richter, Klarinette/Saxophon, Bärbel Einenkel, Akkordeon und Benjamin Langhammer, Kontrabass.

Die Musiker(innen) von Par-ci, par-là haben an der Musikhochschule in Weimar studiert und arbeiten hauptberuflich am Philharmonischen Orchester, der Universität und der Musikschule der Landeshauptstadt. Mit ihrem Ensemble haben sie sich der französischen Musik der 20er bis 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in ihren Verflechtungen zur Musikkultur Nord- und Südamerikas verpflichtet. Ihre Konzerte beinhalten sowohl internationale Standards als auch unbekanntere Stücke und sind von ungebrochener Spielfreude geprägt. Es darf auch getanzt werden.

„DIE SCHÖNE MÜLLERIN“

Datum: 21. Juli 2024
Uhrzeit: 17:00
Ort: Haus Dacheröden, Anger 37–38, 99084 Erfurt

Schuberts Liederzyklus "Die schöne Müllerin" mit Julian Freibott, Tenor und Ralph Neubert, Klavier

Franz Schubert, 1797 als dreizehntes von sechzehn Kindern in Wien geboren, wurde nur 31 Jahre alt und ist eines der tragischsten Genies der abendländischen Musikgeschichte. Seinem autoritären Vater, der ihn zunächt als Hilfslehrer beschäftigte und Musizieren und Komponieren für dumme Flausen hielt, konnte er entkommen und sich einen gewissen Bekanntheitsgrad in den Wiener Salons der Metternichzeit erspielen. Dennoch blieb er einsam, rebellisch und mehrfach unglücklich verliebt. Selbst seine scheinbar heiteren Stücke sind Zeugen großer, bisweilen ironischer Melancholie. Der Liederzyklus op. 25 "Die schöne Müllerin" wurde 1823 komponiert. Textbasis ist eine gleichnamige Gedichtsammlung seines in Dessau und Berlin lebenden Zeitgenossen Wilhelm Müller. Von den 20 Liedern hat es vor allem die Eröffnung „Das Wandern ist des Müllers Lust“ zu größerer Bekanntheit gebracht. Es bringt schließlich den vielleicht berühmtesten romantischen Liederzyklus und seinen Müllerburschen beschwingt auf einen beschwerlichen Weg. Müller starb 1827 in Dessau, Schubert ein Jahr später in Wieden bei Wien.

MUSIKALISCHE WELTREISE

Datum: 20. Juli 2024
Uhrzeit: 19:30
Ort: Festsaal im Renaissanceschloss, Schlosshof 1, 04639 Ponitz

Werke von Haydn, Villa-Lobos, Halvorsen und Piazzolla mit Joy Dutt, Flöte, Iulian Dedu, Violine und Claudia Schwarze, Cello.

Haydn schrieb seine „Londoner Trios“ während seines zweiten Londoner Aufenthaltes 1794 für Sir Walter Aston und den Earl of Abington. Von London geht die musikalische Weltreise weiter nach Norwegen mit der Passacaglia von Halvorsen über ein Thema von Händel für Violine und Cello. Furiose Klänge zweier Streicher, die vom Klang ein Quartett vermuten lassen. Aus Rio de Janeiro erklingt das Duo „Assobio á Jato“ für Flöte und Cello von Villa-Lobos, bevor das Programm weiter nach Buenos Aires mit den berühmten Tangos von Piazzolla abschließt.

ROMANTISCHE KAMMERMUSIK

Datum: 23. Juni 2024
Uhrzeit: 18:00
Ort: Marmorsaal Elisabethenburg, Schlossplatz 1, 98617 Meiningen

Werke von Mendelssohn-Bartholdy und Brahms mit dem Spohr Quartett: Alexej Barchevitch und Diana Harutyunyan, Violinen, Fred Ullrich und Viola, Michael Hochreither, Cello. Als Gast: Yuliya Peters, Klavier.

Mit achtzehn Jahren komponierte Felix Mendelssohn sein a-Moll-Streichquartett, op. 13 – neben dem Oktett zweifellos sein bedeutendstes Frühwerk. Dass es 1827 nach dem Tode Beethovens entstand, verrät uns der junge Komponist durch eine Fülle offener oder versteckter Bezüge zu Themen und Werken Beethovens. Das Quintett f-Moll op. 34 für 2 Violinen, Viola, Violoncello und Klavier op. 34 vollendete Brahms im Sommer 1864, veröffentlicht wurde es 1865 mit einer Widmung für die musikliebende Prinzessin Anna von Hessen.

WEGE ZU MOZART

Datum: 9. Juni 2024
Uhrzeit: 18:00
Ort: Schloss Ehrenstein, Schlossplatz 1, 99885 Ohrdruf

Werke für 2 Cembali von den Söhnen Bachs, Mozart und Grychtolik mit Alexandra & Alexander Grychtolik, Cembali.

Das Konzert spannt einen Bogen von der Generation der galanten Frühklassik und ihren wichtigsten Vertretern auf dem Gebiet der Klaviermusik hin zu Mozart, der ein großer Bewunderer Johann Sebastians und Carl Philipp Emmanuel Bachs war. In dieses Programm eingewoben ist die Kunst der Improvisation, wie sie nicht nur von den Bach-Söhnen von ihrem berühmten Vater geerbt wurde, sondern auch in der Lichtgestalt Mozarts eine große Blüte erfuhr. Diese einst so verbreitete Improvisationskunst wird vorgestellt in Form der Fantasia in fis-moll von C. P. E. Bach und einer freien Improvisation in klassischer Tradition.