Unerhört … zu selten gespielte Streichquartette

Datum: 6. Juli 2025
Uhrzeit: 17:00
Ort: Friedenssaal im Schloss Friedenstein, Schlossplatz 1, D-99867 Gotha

Das 2014 gegründete Spohr-Quartett hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen musikalischen und kulturellen Traditionen zu bewahren, dabei Altes zu pflegen und Neues zu entdecken. Die enorme Vielfalt der Quartett-Literatur bringt es mit sich, dass viele Werke auch großer Komponisten im Konzertleben ein Schattendasein fristen. So möchte das Spohrquartett mit diesem Programm ein wenig die ausgetretenen Pfade verlassen und mit Alfred Schnittke einen der ganz großen und dennoch nicht seinem Rang entsprechend aufgeführten Komponisten des 20. Jahrhunderts ins Zentrum stellen. Erklingen wird sein 2. Streichquartett.

Umrahmt wird Schnittkes Werk von Quartetten von Gioachino Rossini und Giuseppe Verdi, beide vor allem für ihre großartigen Opern bekannt. So wird es spannend, ihr kammermusikalisches Schaffen kennenzulernen. Im Spohrquartett spielen die Gothaer Musiker Alexej Barchevitch und Diana Harutyunyan - Violinen, Fred Ullrich - Viola und Michael Hochreither - Cello. Es benennt sich nach dem Violinvirtuosen Louis Spohr, der 1805-1813 Konzertmeister und Komponist am Gothaer Hof war, bevor er 1822 Hofkapellmeister in Kassel wurde. Wir freuen uns, Sie zu diesem farb- und kontrastreichen Konzert begrüßen zu dürfen!

Website: Spohr Quartett Gotha, Foto: © Sven Gindler

Tango Amoratado

Datum: 5. Juli 2025
Uhrzeit: 19:30
Ort: Renaissanceschloss Ponitz, Schlosshof 1, D-04639 Ponitz

Tango Amoratado, das sind mit Jürgen Karthe - Bandoneón und Fabian Klentzke - Piano zwei Musiker auf der Suche nach der Sehnsucht. Aus einer Spiellaune und aus der Leidenschaft für den argentinischen Tango heraus gründeten sie das Duo Amoratado – dunkelvioletter Tango – für Bandoneon und Klavier. Die jahrelange Erfahrung  mit Tango-Ensembles (Sexteto Andorinha 1994-2009, Cuarteto Bando seit 2007, Orquesta típica CARAMBOLAGE seit 2011), die Lust am Spiel, die Freude am Improvisieren, am unmittelbaren Reagieren aufeinander, brachte die beiden auf die Idee, ihre Spielfreude auch zu zweit oder zu dritt zu versuchen. 

Ein Spiel auf der Suche nach einem lebendigen, kraftvollen Tango voller Überraschungen. Dabei entsteht eine ganz eigene, mit der Tradition fest verbundene Interpretation des Tango. Das Repertoire reicht von den sehr alten Tangos Eduardo Arolas über die Werke Francisco Canaros und Astor Piazzollas bis hin zu Kompositionen von Anibal Troilo, die den Spielern besonders am Herzen liegen. 

Das Bandoneon, das Herzstück des Tangos und das Klavier mit seinen vielfältigen Möglichkeiten verschmelzen zu einer wundervollen Klangharmonie. Tangos, Walzer und Milongas verschiedener Zeitepochen zeigen die Musiker in interessanter Spielweise. Claudia Schwarze - Cello verfügt selber über ein breites Repertoire aus der Welt des argentinischen Tangos und bereichert das Duo mit farbintensiven Streicherklängen.

Website: Tango Amoratado, Foto: © Agata Wilczynska

Trio d’anches „Con brio“

Datum: 14. Juni 2025
Uhrzeit: 17:00
Ort: Brahmssaal in der Elisabethenburg, Schloßplatz 1, D-98617 Meiningen

Das Trio d´anches besteht aus Musikern der Sie spielen in dieser originellen und in Frankreich gegründeten Triogattung ausschließlich Rohrblattinstrumente, die eine ganz eigene Klangcharakteristik haben. Einerseits ähnlich, andrerseits kommt in der Triobesetzung jedes Instrument zu seiner eigenen, vollen Entfaltung.

Christine Leipold, Oboe, Hagen Biehler, Klarinette und Alexander John, Fagott sind alle Mitglieder der seinerzeit berühmten Meininger Hofkapelle, die zu den ältesten und traditionsreichsten Klangkörpern in Europa zählt. In der ehemaligen Schlosskirche der Elisabethenburg werden sie ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von John Barbirolli, Ludwig van Beethoven, Wolfgang A. Mozart, Ferenc Farkas, Jacques Ibert und Johan Agrell vorstellen. Um den Bläsern zwischendurch die Möglichkeit zu geben, Luft zu holen, ist es schon Tradition des Trios, seine Programme literarisch abzurunden. Dazu wird der Fagottist Alexander John kurzweilige Prosa rezitieren.

Website: Trio d’anches, Foto: © Hanno Riehmann

Jazz: Natascha Roth Trio

Datum: 9. Juni 2025
Uhrzeit: 17:00
Ort: Schloss Thangelstedt, Dorfstraße 1, D-99444 Blankenhain

Das Natascha Roth Trio wandert nicht nur künstlerisch, sondern teilweise auch geographisch gewissermaßen zwischen vier Welten hin und her – zwischen Südafrika und Europa, den USA und Brasilien. Im Februar und März dieses Jahres absolvierten Natascha Roth und James Scholfield ihre zweite USA-Tournee mit Konzerten in New Jersey und New York City, unter anderem mit der Vokal-Kollegin Jeanie Bryson, der Tochter Dizzy Gillespies. Eine weitere Spezialität des Trios sind südafrikanische Folklore und Popsongs, die Natascha Roth auf Xhosa, einer der am weitesten verbreiteten Stammessprachen Südafrikas, vorträgt.

Natascha Roth, Gesang, verbindet virtuosen Jazz, brasilianische Gesangstradition und, wie sie es nennt, „World Acoustic Folk“ zu einer aufregend eigenen musikalischen Melange. Mit 19 Jahren kam sie erstmals nach Südafrika. Die junge Deutsche tourte als Background-Sängerin einer populären, aus schwarzen und weißen Musikern bestehenden Band zweier Brüder aus Soweto durch die ganze Republik. Danach studierte sie Gesang am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Aber die frühe Liebe zum Jazz setzte sich durch, und so begann sie auf Empfehlung von Mark Murphy 1992 in Graz bei ihm, Jay Clayton und Sheila Jordan, vor allem aber bei ihrem ersten Lehrer Andy Bey Jazzgesang zu studieren. Unlängst erschien auf einem südafrikanischen Label eine Sampler-CD des Ensembles mit Songs von Sarah Vaughan, Astrud Gilberto, Cesaria Evora, Aretha Franklin, und dem brasilianischen Lied „Caminhos Cruzados“ (sich kreuzende Wege). James Scholfield - Gitarre, spielte im Vorprogramm von Stars wie Paul Simon und Eric Clapton. Heute lebt James in Berlin und tourt regelmäßig mit dem legendären Jazzsänger Curtis Stigers, mit dem er in legendären Konzertsälen wie dem Blue Note NYC, dem Montreux Jazz Festival und dem Londoner Ronnie Scott's auftritt. Für das holländische Label Challenge Jazz hat er zusammen mit dem legendären Jazz-Drummer Billy Hart das Album "All Stations" aufgenommen. Cliff Schmitt - Bass hatte Auftritte auf der Südseite von Dallas mit der R&B-Legende Al "TNT" Braggs, bei Festivals in Nord- und Südamerika, Europa und Asien. Nach 22 Jahren in New York City verbringt er nun die meiste Zeit in Deutschland. Derzeit ist Cliff Bassist des Concord-Aufnahmekünstlers Curtis Stigers und leitet gemeinsam mit dem Gitarristen und Mundharmonikaspieler Noé Socha ein Duo-Projekt namens Likho Duo.

Website: Natascha Roth, Foto: © Jimmy Fields

„Die schöne Müllerin“

Datum: 8. Juni 2025
Uhrzeit: 17:00
Ort: Altes Schloss, Max-Krehan-Straße 4, D-07774 Dornburg

Ein Liederzyklus für Singstimme und Klavier nach Gedichten von Wilhelm Müller Die sehnsuchtsvolle Erwartung der großen Liebe, scheinbare Liebeserfüllung, Seligkeit, Illusion, Enttäuschung, Verlust und todtrauriges Ende – die 20 Lieder der „Schönen Müllerin“ von Franz Schubert zeigen den Müllerburschen auf seinem Weg, der alle Höhen und Tiefen des Lebens einschließt.

Diesem „Evergreen“ unter den großen romantischen Liedzyklen widmen sich der Tenor Julian Freibott und der Pianist Ralph Neubert, die als Liedduo seit sieben Jahren auf den namhaften Kammermusikfestivals im deutschen Raum zu erleben sind. Mit Schuberts Müllerin eröffneten sie 2018 die Erfurter Schubertiade und stellten sich erstmals dem Erfurter Publikum vor. Seither ist die Erzählung vom Müllersburschen zu ihrem steten Begleiter geworden und zum absoluten Publikumsliebling avanciert! 

Website: Julian Freibott, Foto: © Lutz Edelhoff

„Adonis‘ Tod bringt mich in Not“

Datum: 8. Juni 2025
Uhrzeit: 11:00
Ort: Schloss, Ortsstraße 1, D-07381 Nimritz

Wir freuen uns, wieder in Nimritz zu Gast zu sein! Nach unserem Ausflug in die englische Musik der Renaissance im vergangenen Jahr, werden wir uns in diesem Jahr frühbarocker Musik aus Deutschland widmen. Im Zentrum stehen Lieder von Adam Krieger und Andreas Hammerschmidt, dessen 350tem Todestag 2025 gedacht wird.

Das Ensemble „Le Concert Allemand“ wird mit historischen Instrumenten zu hören sein. Umrahmt werden die vom Thomas Riede - Countertenor dargebotenen Lieder von Instrumentalwerken des 17. Jahrhunderts aus dem musikalischen und zeitlichen Umfeld dieser Komponisten. Es spielen Michael Hochreither - Viola da Gamba, Ronald Güldenpfennig - Violone und Erik Warkenthin - Laute.

Website: Le Concert Allemand, Foto: © Bettina Schünemann

„In Stile fantastico“

Datum: 7. Juni 2025
Uhrzeit: 15:00
Ort: Sommerpalais im Fürstlich Greizer Park, D-07973 Greiz

Unter dem Motto „Tradition entdecken“ ist die Capella Jenensis eine wichtige Bereicherung der deutschen Alte-Musik-Szene und spielt jährlich zahlreiche Konzerte bei Festivals und Konzertreihen. Das Orchester gestaltet innovative, hochkarätig besetzte und kreativ erdachte Konzertprojekte, bei denen nicht nur die spezielle Programmauswahl, sondern auch die vielfältige Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren an außergewöhnlichen Veranstaltungsorten von sich reden macht.

Das Programm präsentiert musikalische Streifzüge durch das barocke Europa: ausgehend vom Rudolstädter Hofkapellmeister Philipp Heinrich Erlebach (1657-1714) begeben sich die Musiker der Capella Jenensis auf eine musikalische Reise, wie dieser sie seinerzeit selbst durchgeführt haben könnte. Von seinen Reisen kam Erlebach nicht selten mit Werken anderer Komponisten nach Rudolstadt zurück und entwickelte die darin enthaltenen Stile in seinen eigenen Werken weiter. Beim Brand des Rudolstädter Schlosses im Jahr 1735 wurde viel davon vernichtet, doch der erhaltene Schatz zeigt den Komponisten als interessanten Vertreter des "Stylus fantasticus".

Zum Ensemble gehören: Claudia Mende – Violine, Gertrud Ohse - Viola da gamba, Violoncello, Tillmann Steinhöfel - Violone, Viola da gamba, Petra Burmann - Theorbe, Barockgitarre und Daniel Trumbull - Cembalo

Website: Capella Jenensis, Foto: © Guido Werner

Von Sankt Petersburg bis Paris

Datum: 6. Juni 2025
Uhrzeit: 19:30
Ort: Schloss Molsdorf, Schloßplatz 6, D-99094 Erfurt

Mit einem weiten Spektrum von romantisch-melancholisch bis feurig-folkloristisch lädt das „Trio Balticum“ zu einer musikalischen Reise, beginnend im Petersburg Rachmaninovs, über die farbenreichen, nordischen Klänge der baltischen Länder, mit einem Abstecher auf den Balkan (Bartok), bis schließlich zu einer Begegnung mit Camille Saint-Saens in Paris, ein.

Das Trio Balticum weiß durch ausdrucksstarkes Musizieren, abwechslungsreiche Programme und humorvolle Moderation das Publikum zu faszinieren. Das Ensemble vereint Künstler aus drei Nationen: Kristina Kato - Violine aus Litauen, Liene Henkel - Klavier aus Lettland, beide Dozentinnen und leidenschaftliche Kammermusikerinnen und Eugen Mantu - Cello aus Rumänien, Vorsitzender des Kammermusikvereins Erfurt e.V. und Solocellist des Philharmonischen Orchesters Erfurt.

Website: Trio Baltikum, Foto: © Friedemann Henkel-Seifert

Klassik und Salsa

Datum: 1. Juni 2025
Uhrzeit: 12:00
Ort: Schloss "Zur fröhlichen Wiederkunft", Rothehofstal 1, D-07646 Trockenborn-Wolfersdorf

15:00 Uhr: Leipziger Streichtrio:

Drei außergewöhnliche Musikerpersönlichkeiten aus zwei Nationen vereinen sich im Leipziger Streichtrio und bringen die faszinierende Literatur für diese Besetzung in einem klanglich reichen und intelligent gestalteten Dialog zum Leuchten. Seit seiner Gründung begeistert das Ensemble mit seiner künstlerischen Raffinesse, seinem tiefen kammermusikalischen Verständnis und einer beeindruckenden Bühnenpräsenz. 

Adrian Iliescu - Violine 1. Konzertmeister der Münchner Symphoniker, Gastkonzertmeister Münchner Philharmoniker , BR Symphonieorchester München, DSO Orchester Berlin, Orchester Bayreuther Festspiele, Luzerner Festivalorchestra. Andra Heesch - Viola international renommierte Solistin und Kammermusikerin. Präsenz in weltbekannten Konzertsälen wie Suntory Hall in Tokio, Carnegie Hall in New York und der Elbphilharmonie Hamburg zeugt von ihrer künstlerischen Strahlkraft. Regelmäßige Auftritte u.a. beim Schleswig-Holstein Musikfestival. Rodin Moldovan - Cello,  Solocellist „Teatro Massimo” Palermo, sizilianischem Sinfonieorchester Palermo und „Arturo Toscanini” Parma. Solocellist des MDR-Sinfonieorchesters Leipzig. Als Solist spielte er unter der Leitung von Heinz Rögner, Daniel Nazareth, Marcello Viotti, Adrian Sunshine, Jun Märkl, Kristjan Järvi, Justus Franz u.a. 

Website: Leipziger Streichtrio, Foto: privat

18:00 Uhr: dileTanto

dileTanto - 100% Salsa made in Weimar
Salsa alemana? Glaubt man erstmal nicht, gibt's aber wirklich - und noch dazu aus 100% natürlichen
Zutaten, mit einer guten Prise lateinamerikanischen und afrikanischen Gewürzen.

In typischer Besetzung spielt dileTanto Karibisch-Kubanische-Afro-Latin-Tanz-Musik - oder ganz schnell
gesprochen: ¡Salsa! Das Publikum erlebt die ganze Vielschichtigkeit und Energie von handgemachter
Lateinamerikanischer Musik.
dileTanto heißt aber auch, dass die Band nicht nur aus Berufsmusikern besteht, sondern alle aus
Leidenschaft zur Musik und Kultur mitspielen. Diese Begeisterung schafft wunderbare Momente, vor allem
wenn viele karibisierte Menschen ausgelassen tanzen, mitsingen und die Lebenslust feiern.

Website: Diletanto, Foto: © Annika Nestler

ROMANTISCHE KLANGWELTEN FÜR CELLO UND KLAVIER

Datum: 22. September 2024
Uhrzeit: 15:00
Ort: Friederikenschlösschen, Kurpromenade 5, 99947 Bad Langensalza

Werke von Schumann, Mendelssohn und Rachmaninov mit Claudia Schwarze, Cello & Ralph Neubert, Klavier.

Werke für Cello und Klavier wurden im 19. Jahrhundert sehr populär, weil die Instrumente sich in idealer Weise ergänzten und dem Lebensgefühl der Romantik entsprachen. Nach den fünf wegweisenden Cellosonaten Beethovens schufen auch spätere Komponisten wichtige Werke für die Besetzung. So schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy zwei Sonate für die Besetzung, die zu seinen bedeutendsten Kammermusikstücken gehörten und von denen die 1843 entstandene in d-moll zu hören sein wird. Schumanns nur wenig später komponierten Fantasiestücke verlassen bereits die strenge klassische Form, während Sergej Rachmaninovs 1901 entstandene Sonate für Cello und Klavier die Sonatentradition bewusst wieder aufnimmt.